-
14.01.2011
- → Inland
Dioxin: Regierung in der Lobbyfalle
Frankfurt/Main. Die Verbraucherorganisation Foodwatch sieht in der
schwarz-gelben Bundesregierung einen »Dienstleister der
Futtermittelindustrie«. Die Regierung fördere seit 2010
mit Steuergeld den Export von Schweinefleisch, sagte Foodwatch-Chef
Thilo Bode der Frankfurter Rundschau (Donnerstagausgabe). Die
Wettbewerbsfähigkeit erfordere niedrige Futtermittelkosten,
was Skandalen wie dem aktuellen um die Dioxinbelastung den Boden
bereite. Die Regierung sei nun »in ihre eigene
Lobbyfalle« gegangen, denn »Chinesen und
Südkoreaner wollen deutsche Dioxinschweine nicht mehr
essen«, so Bode. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland