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Nach Suizidversuch Haft verlängert

Hamburg. Nach dem Suizidversuch eines von Abschiebung bedrohten serbischen Staatsbürgers in Hamburg hat das zuständige Amtsgericht dessen Abschiebehaft nochmals verlängert. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Bürgerschaftsfraktion Die Linke vom Freitag hervor. Der 22jährige, zur Volksgruppe der Roma gehörende Asylbewerber hatte vergangene Woche versucht, sich in der Justizvollzugsanstalt Billwerder umzubringen. Sein Vater hat sich 2002 wegen der anstehenden Abschiebung verbrannt, der überlebende Teil der Familie wurde zwei Jahre später abgeschoben. Die Linke verurteilte das Vorgehen der Behörden scharf. Es sei »ein Skandal, einen Menschen, der wegen der bevorstehenden Abschiebung einen Suizidversuch begangen hat, weiter in Abschiebehaft zu halten«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2010, Seite 2, Inland

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