-
10.12.2010
- → Feminismus
Aktion für Opfer von »Ehrenmorden«
Baden-Baden. Zu einer Mahnwache für die Opfer von
»Ehrenmorden« ruft für den heutigen Tag der
Menschenrechte die Organisation Terre des Femmes (TdF) auf. Sie
beginnt um 11.00 Uhr vor dem Domizil der Staatsanwaltschaft
Baden-Baden, Gutenbergstraße 13. Anlaß ist die von der
Behörde angekündigte vorzeitige Freilassung von Mehmet
Korkmaz, der seine Exfrau Aylin 2007 mit 26 Messerstichen versucht
hatte zu ermorden. Wie durch ein Wunder überlebte sie. Mit der
Mahnwache soll der 72 Menschen gedacht werden, die seit 1997 in
Deutschland sogenannten Ehrenmorden zum Opfer gefallen sind.
Anschließend soll der Staatsanwaltschaft ein Appell gegen die
vorzeitige Haftentlassung von Korkmaz mit mehreren tausend
Unterschriften übergeben werden.
Mehmet Korkmaz war im August 2008 vom Landgericht Baden-Baden wegen versuchten Mordes mit schwerer Körperverletzung zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Der Täter soll im Mai 2014 nun nach weniger als sieben Jahren entlassen und in die Türkei abgeschoben werden. Aylin Korkmaz hat größte Befürchtungen, daß ihr früherer Ehemann mit falschen Papieren wieder nach Deutschland einreisen wird, um sie zu töten.
(jW)
www.frauenrechte.de
Mehmet Korkmaz war im August 2008 vom Landgericht Baden-Baden wegen versuchten Mordes mit schwerer Körperverletzung zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Der Täter soll im Mai 2014 nun nach weniger als sieben Jahren entlassen und in die Türkei abgeschoben werden. Aylin Korkmaz hat größte Befürchtungen, daß ihr früherer Ehemann mit falschen Papieren wieder nach Deutschland einreisen wird, um sie zu töten.
(jW)
www.frauenrechte.de
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feminismus