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16.11.2010
- → Inland
Steinbrück springt Sarrazin bei
Berlin. Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück
(SPD) hat den Umgang seiner Partei mit Exbundesbanker Thilo
Sarrazin kritisiert. »Ich bin gegen einen
Parteiausschluß. Die SPD vermittelt dadurch dem breiten
Publikum den falschen Eindruck, sie wolle die Debatte
loswerden«, sagte Steinbrück der Bild-Zeitung vom
Montag. Viele Bürger wollten aber »über Zuwanderung
und vermurkste Integration« reden, auch in der SPD.
»Abgesehen von den letzten Kapiteln kann man weiten Teilen
von Sarrazins Analyse kaum widersprechen«, erklärte
Steinbrück. Viele Menschen würden sich in dessen Buch
wiedererkennen. »Wir haben zugelassen, daß Millionen
Menschen geringer Qualifikation direkt in die Sozialsysteme
einwanderten und vom Staat, also der Solidargemeinschaft,
unterstützt wurden.«
Die SPD hatte Mitte September ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel eines Ausschlusses von Sarrazin beschlossen. Parteichef Sigmar Gabriel begründete dies vor allem mit dessen umstrittenen Äußerungen über genetische Eigenschaften bestimmter Volksgruppen. Einen freiwilligen Austritt hatte Sarrazin abgelehnt. Zugleich milderte er in der Neuauflage seines Buches »Deutschland schafft sich ab« einige umstrittene Passagen etwas ab. So fehlt ein Satz zu »genetischen Belastungen« von Migranten aus dem Nahen Osten. »Ich distanziere mich von nichts«, sagte Sarrazin aber gleichwohl der Bild-Zeitung. Auch den gestrichenen Satz halte er inhaltlich weiterhin für richtig.
(AFP/jW)
Die SPD hatte Mitte September ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel eines Ausschlusses von Sarrazin beschlossen. Parteichef Sigmar Gabriel begründete dies vor allem mit dessen umstrittenen Äußerungen über genetische Eigenschaften bestimmter Volksgruppen. Einen freiwilligen Austritt hatte Sarrazin abgelehnt. Zugleich milderte er in der Neuauflage seines Buches »Deutschland schafft sich ab« einige umstrittene Passagen etwas ab. So fehlt ein Satz zu »genetischen Belastungen« von Migranten aus dem Nahen Osten. »Ich distanziere mich von nichts«, sagte Sarrazin aber gleichwohl der Bild-Zeitung. Auch den gestrichenen Satz halte er inhaltlich weiterhin für richtig.
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