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Zentralrat der Juden kritisiert Medien

München. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den Medien vorgeworfen, nicht ausreichend über den versuchten Brandanschlag auf die Mainzer Synagoge berichtet zu haben. Es sei ihr »unbegreiflich, warum ein Anschlag auf ein jüdisches Gotteshaus in Deutschland offensichtlich nicht mal mehr eine Meldung in den Hauptnachrichten und Schlagzeilen wert ist«, erklärte Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch am Montag in München. In unmittelbarer Nähe der neuen Synagoge, die erst im September eingeweiht worden war, hatten in der Nacht zum Sonntag unbekannte Täter einen Brandsatz gezündet. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2010, Seite 5, Inland

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