-
22.10.2010
- → Inland
245000 Einsprüche gegen Street View
Berlin. Knapp eine Viertelmillion Hausbesitzer und Mieter haben bis
zum Fristablauf am vergangenen Freitag Widerspruch gegen die
Abbildung ihrer Gebäude im Straßenbilderdienst Google
Street View eingelegt. Das teilte Google Deutschland am Donnerstag
mit. Die Widersprüche stammten aus den 20 Städten,
für die der Dienst noch in diesem Jahr starten solle. Die Zahl
der Anträge entspreche rund 2,9 Prozent der insgesamt 8,5
Millionen Haushalte in diesen Städten. Google werde nun alles
daran setzen, »daß die Anträge richtig
umgesetzt«, werden teilte das Unternehmen mit. Auch nach dem
Start von Street View könnten Betroffene die Löschung von
Bildern ihrer Grundstücke beantragen. Datenschützer
kritisieren den Dienst, weil durch die Abbildungen private Details
über das Wohnumfeld von Menschen verraten würden.
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland