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08.10.2010
- → Feuilleton
Islands Abwasch
Im kommenden Jahr ist Island »Ehrengast« auf der
Frankfurter Buchmesse. Warum auch nicht – »Island ist
ein Volk, das sich in einzigartiger Weise durch und über die
Literatur definiert«, behauptete der Direktor des
Projektbüros, Halldór Gudmundsson, am Donnerstag auf
der Buchmesse. Und aus diesem Grund sollen die neuübersetzten
isländischen »mittelalterlichen Sagas« der ersten
Siedler im Zentrum der isländischen Präsentation stehen.
Als weiteres Beispiel für die Bedeutung der Literatur
führte der Projektleiter an, daß im 18. Jahrhundert
Priester auf abgelegenen Fjorden die ersten überlieferten
Ausgaben eines baskisch-isländischen Wörterbuchs
anfertigten, um sich mit baskischen Walfängern zu unterhalten.
»Zugleich ist uns die zeitgenössische Literatur
unglaublich wichtig«, fügte Gudmundsson hinzu.
Übrigens ist ein Werk des isländischen Komikers
Hallgrímur Helgason auf der Buchmesse zum »Buch mit
dem kuriosesten Titel« gekürt worden. Es heißt:
»Zehn Tips, das Morden zu beenden und den Abwasch zu
beginnen«. (dapd/jW)
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