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Exregierungschef muß vor Gericht

Reykjavik. Wegen »Fahrlässigkeit« bei der isländischen Bankenkrise müssen sich der damalige Regierungschef des Landes, Geir Haarde, und drei seiner Minister womöglich bald vor Gericht verantworten. Eine Kommission des isländischen

Parlaments forderte in einem am Samstag veröffentlichten Bericht die Einberufung eines speziellen Hohen Gerichts. Neben Haarde sollen demnach der damalige Finanzminister Arni Mathiesen, Handelsminister Björgvin Sigurdsson und Außenministerin Solrun Gisladottir »angeklagt und bestraft« werden. Alle vier hätten bei der 2008 ausgebrochenen Bankenkrise »fahrlässig« gehandelt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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