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Wohlfahrtsverband gegen Chipkarten

Berlin. Der Paritätische Wohlfahrtsverband lehnt das geplante Chipkartensystem für Kinder von Langzeiterwerbslosen ab. Es mache keinen Sinn, Gutscheine oder Chipkarten für Leistungen auszustellen, wenn vor Ort keine Möglichkeit zur Einlösung gegeben sei, sagte Verbandspräsident Ulrich Schneider am Dienstag in Berlin. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Kindern, deren Eltern »Hartz IV«-Leistungen erhalten, künftig mit den Chipkarten den Zugang zu Freizeit- und Bildungsangeboten ermöglichen. Schneider forderte statt dessen eine Regelung im Rahmen von »Hartz IV«, einen Rechtsanspruch auf Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie eine »garantierte Gebührenfreiheit für alle Kinder aus Haushalten mit geringem Einkommen«. Problematisch sei vor allem das schrumpfende Angebot der Jugendhilfe vor Ort. So seien bundesweit die Vollzeitstellen in der Jugendhilfe von 2002 bis 2006 um 28 Prozent zurückgegangen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.08.2010, Seite 5, Inland

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