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Vatikan: »eher bescheiden«

In einer Jesuitenkirche in Rom prüften ausgewählte Kunsthistoriker am Dienstag ein Gemälde, das in der Vatikan-Zeitung L’Osservatore Romano kürzlich als bislang unbekanntes Werk des berühmten Barockkünstlers Caravaggio ausgewiesen worden war. Am Montag hatte die Zeitung sich korrigiert. Der Leiter der Vatikanischen Museen, Antonio Paolucci, erklärte in der Berichtigung, die Qualität des in der Sakristei der Jesuitenkirche entdeckten Gemäldes sei »eher bescheiden«. Es sehe keinesfalls nach einem Caravaggio aus. Dem schlossen sich die geladenen Experten am Dienstag ausnahmslos an. Möglicherweise handle es sich um ein Gemälde eines oder mehrerer Schüler des im Jahr 1610 unter mysteriösen Umständen gestorbenen Meisters, war der Tenor. Ab September soll das Bild genaueren Analysen unterzogen und u. a. geröntgt werden. Es mißt 183 mal 130 Zentimeter und zeigt den Heiligen Laurentius, der von seinen drei Henkern aufgespießt und verbrannt wird. »Das Martyrium des Heiligen Laurentius« ist sein Titel. Der Jesuitenorden, in dessen Besitz es sich befindet, wird es der Öffentlichkeit vorenthalten. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2010, Seite 12, Feuilleton

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