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Lidl fordert ­Mindestlohn

Frankfurt/Main. Die Lidl-Unternehmensgruppe fordert die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns im Handel. Dazu sei eine gesetzliche Regelung nötig, da sich die Gewerkschaften schwertäten, tarifliche Festlegungen durchzusetzen, sagte Klaus Gehrig, Chef der Unternehmensgruppe, der Lebensmittelzeitung. Es gebe Wettbewerber in der Branche, deren »ganzes System auf Niedrigstlöhnen« von fünf oder sechs Euro pro Stunde aufgebaut sei. Bei Lidl erhalte kein Mitarbeiter weniger als zehn Euro, fast die Hälfte der Belegschaft sogar deutlich mehr, betonte Gehrig. Die harte Kritik an Lidl wegen des Umgangs mit den Mitarbeitern habe zu einem »Erkenntnisgewinn« geführt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.05.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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