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Doch keine Streiks in TXL und SXF

Berlin. Das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen Tegel (TXL) und Schönefeld (SXF) wird am Dienstag doch nicht streiken. Man wolle den Arbeitgebern nach »den harten Verhandlungen noch Zeit zum Nachdenken« geben, sagte der ver.di-Sprecher Andreas Splanemann am Montag der Nachrichtenagentur ddp. »Wir hoffen auf ein neues Angebot«, fügte er hinzu. Über Arbeitskampfmaßnahmen werde dann von Tag zu Tag zu entschieden. Das Unternehmen sei »aufgefordert, den Konflikt durch Vorlage eines guten und fairen Angebots zu entschärfen«, hieß es in einer erklärung der Gewerkschaft. Ver.di betonte ausdrücklich die »Verhandlungsbereitschaft zu jeder Zeit«.

Die Verhandlungen über einen gemeinsamen Tarifvertrag für alle Beschäftigen der Flughafenservice-Gesellschaften Globeground Berlin (GGB) und Ground Service International (GSI) waren am Freitag nach Gewerkschaftsangaben gescheitert. Ver.di fordert vor allem eine Tarifbindung für die rund 450 GSI-Mitarbeiter, einer Tochtergesellschaft von GGB. Das Unternehmen habe dieser Forderung zwar »grundsätzlich nachgegeben«, erklärte die Gewerkschaft im Anschluß, allerdings »zu unakzeptablen Bedingungen«.
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Weiterhin fordert ver.di Einkommensverbesserungen. Die unteren Lohngruppen bei GSI sollten beispielsweise monatlich 150 Euro brutto mehr bekommen. Nach ver.di-Informationen verdienen viele GSI-Beschäftigte so wenig, daß sie zusätzlich Leistungen nach Hartz IV beantragen müssen.

Globeground Berlin hatte nach eigenen Angaben für die unteren Einkommensgruppen eine Lohnsteigerung von 3,8 Prozent in Aussicht gestellt, für die höheren Einkommensgruppen bestehe ein Angebot auf »Lohnstabilität«. Die rund 1750 Mitarbeiter der Flughafenservice-Gesellschaften sind für alle Dienstleistungen rund um Passagier- und Gepäckabfertigung zuständig. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.05.2010, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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