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Hohe Verluste durch Impfstoff

Frankfurt/Main. Wegen der niedrigen Nachfrage nach dem Schweinegrippe-Impfstoff droht den Bundesländern ein Verlust von 236 Millionen Euro. Von den 34 Millionen georderten Impfdosen sind nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriuns noch rund 28 Millionen eingelagert. Bundesweit haben sich den Angaben zufolge trotz wochenlanger Medienkampagnen und Politikerappelle lediglich sieben Prozent der Bevölkerung impfen lassen. Seit Januar suchen die Bundesländer Abnehmer in anderen Staaten. Bisher sei aber noch kein Käufer gefunden worden. »Die Chancen, den Impfstoff doch noch verkaufen zu können, werden natürlich mit jedem Tag geringer«, sagte der Sprecher des Ministeriums, welches die Veräußerung im Auftrag aller Länder organisieren soll. Hauptprofiteur der Impfkampagne ist der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline. Kritiker werfen der Branche vor, durch gezielte Panikmache mehrere Regierungen zu vorsorglichen Bestellungen animiert zu haben. Außerdem habe es Einflußnahmen auf die Weltgesundheitsorganisation WHO gegeben, die die Schweinegrippe als Pandemie einstufte.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2010, Seite 4, Inland

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