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Sarrazin verteidigt Spreedreieckbau

Berlin. Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat die Begünstigungen des Landes für das Bauprojekt Spreedreieck in Mitte verteidigt. Vor dem Untersuchungsausschuß des Abgeordnetenhauses sagte Sarrazin am Freitag, dem Senat habe an einem vernünftigen Interessenausgleich gelegen. Nach Sarrazins Ansicht besaß der Hamburger Investor Harm Müller-Spreer eine starke Rechtsposition. Der damalige SPD/CDU-Senat hatte das Grundstück am Bahnhof Friedrichstraße 2000 an Müller-Spreer verkauft, obwohl ein Teil davon der Bahn gehörte. Eine drohende Rückabwicklung des Geschäfts hätte das Land mit bis zu 45 Millionen Euro belastet, so Sarrazin. Müller-Spreer und das Land hatten sich 2004 in einem Vergleich auf eine Sieben-Millionen-Euro-Barentschädigung für den Investor geeinigt. Außerdem hatte der Bauherr das Bürogebäude höher, als geplant bauen dürfen, was wiederum Zahlungen des Landes an Anrainer nach sich zog.Die Opposition rechnet mit bis zu 25 Millionen Euro Schaden für das Land. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.02.2010, Seite 5, Inland

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