-
20.01.2010
- → Antifaschismus
Mit zwei Millionen Euro gegen links
Hamburg. Bundesfamilienministerin Kristina Köhler (CDU) will
Programme »gegen linke und islamistische Gewalt«
stärker fördern. Wie die Financial Times Deutschland
(Dienstagsausgabe) unter Berufung auf das Ministerium berichtete,
sollen dafür 2010 insgesamt zwei Millionen Euro bereitgestellt
werden. »Der Extremismus jeglicher Couleur entwickelt sich
weiter, und entsprechend müssen auch die
Präventionsprogramme des Bundes weiterentwickelt
werden«, sagte Köhler der Zeitung. Es gebe teilweise
Tendenzen, linksextreme Gewalt zu verharmlosen. Die Mittel sollen
zusätzlich zu den Ausgaben für den Kampf gegen
Rechtsextremismus in Höhe von 24 Millionen Euro aufgebracht
werden.
Scharfe Kritik kam von der Linkspartei. »Während neofaschistische Straf- und Gewalttaten seit Jahren auf einem Rekordniveau sind, reden die Bundesregierung und bestimmte Zeitungen das Phantom angeblich angewachsener linker Gewalt herbei– einen stichhaltigen Beweis dafür bleiben sie schuldig«, kritisierte Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. (AFP/jW)
Scharfe Kritik kam von der Linkspartei. »Während neofaschistische Straf- und Gewalttaten seit Jahren auf einem Rekordniveau sind, reden die Bundesregierung und bestimmte Zeitungen das Phantom angeblich angewachsener linker Gewalt herbei– einen stichhaltigen Beweis dafür bleiben sie schuldig«, kritisierte Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Antifaschismus