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Kolumbien: Mörder in Uniform auf freiem Fuß

Bogotá. In Kolumbien wurden am Donnerstag 17 Militärangehörige, die in eine Entführung und spätere Ermordung von drei Jugendlichen im Jahr 2008 verwickelt sind, auf freien Fuß gesetzt. Der zuständige Richter ordnete die Freilassung an, nachdem die Höchstdauer für die Untersuchungshaft abgelaufen war, ohne daß ein Prozeßtermin festgelegt wurde. Die drei Jugendlichen aus der Ortschaft Soacha im Departamento Cundinamarca waren im August 2008 von einer Person angesprochen worden, die ihnen Arbeit in anderen Regionen des Landes anbot. Wenige Tage später wurden ihre Leichen in Norte de Santander aufgefunden.

Die drei Unteroffiziere und 14 Berufssoldaten sollen die drei Jugendlichen verschleppt und umgebracht haben, um sie anschließend in Uniformen der kolumbianischen Guerilla zu stecken und sie als im Kampf getötete Rebellen zu präsentieren. Im vergangenen Jahr sagte der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Philip Alston, bei einem Besuch, diese Praxis außergerichtlicher Hinrichtungen sei in den vergangenen Jahren in Kolumbien zu einer »systematischen Praxis« geworden.
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(PL/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2010, Seite 7, Ausland

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