Zum Inhalt der Seite

Guttenberg auf Lecksuche

Berlin. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sucht im Zusammenhang mit der Kundus-Affäre offenbar nach einem Leck in seinem Ministerium. Nach Informationen von Spiegel online vom Dienstag verschickte sein Staatssekretär Rüdiger Wolf Briefe an Spitzenbeamte im Ministerium, bei der Bundeswehr und im Einsatzführungskommando in Potsdam. Darin würden die Beamten aufgefordert, dienstliche Erklärungen abzugeben, daß sie den geheimen Feldjägerbericht über das Massaker bei Kundus in Afghanistan nicht an die Bild-Zeitung weitergegeben haben. Der Report enthält interne Ermittlungsergebnisse über das von der Bundeswehr angeordnete Bombardement auf zwei Tanklastwagen am 4. September, bei dem zahlreiche Zivilisten getötet wurden.

(APD/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2009, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!