Zum Inhalt der Seite

Bankenkrise bringt Seehofer in Rage

München. Die politisch Verantwortlichen für den Kauf der maroden Landesbanktochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) müssen sich laut Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) auf harte Konsequenzen einstellen. Das Thema sei ein »echtes Ärgernis«, sagte Seehofer am Freitag in Würzburg der Abendschau des Bayerischen Fernsehens. Die Staatsregierung habe gravierende politische Fehler aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Er werde sich am Wochenende Gedanken machen, »welche Konsequenzen hier für Verantwortliche der Vergangenheit im Raum stehen«, sagte der Regierungschef.

Nach bislang unbestätigten Informationen der Passauer Neuen Presse ist Bayern zur Zahlung von 400 Millionen Euro Liquiditätshilfe bereit, wenn Österreich dafür die HGAA übernimmt. Die österreichische Bundesregierung wiederum verlangt der Zeitung zufolge 1,2 Milliarden Euro in Form einer stillen Einlage.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.12.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!