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Schon 238 Milliarden Staatshilfen gezahlt

Frankfurt/Main. Rund zwei Dutzend Unternehmen haben bis Anfang Dezember Hilfen aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) beantragt. Neben den 25 Anfragen lägen zudem zwei Voranfragen vor, wie der ­SoFFin am Mittwoch mitteilte. Bis 8. Dezember belaufe sich das um Verlängerungen bereinigte Antragsvolumen auf 238,2 Mil­liarden Euro. Bislang seien Garantien in Höhe von 117,7 Milliarden Euro übernommen worden. Weitere 25 Milliarden Euro seien auf die Vergabe von Eigenkapital entfallen, für 5,9 Milliarden Euro Risiken übernommen worden. Insgesamt seien damit Verträge für Stabilisierungshilfen in Höhe von 148,6 Milliarden Euro unterzeichnet worden. Der SoFFin war im Oktober 2008 gegründet und mit 500 Milliarden Euro – 400 Milliarden Euro Staatsgarantien, 80 Milliarden Euro staatliche Beteiligungen, 20 Milliarden Euro Kredite für Bürgschaftsausfall – ausgestattet worden. Zugang zu den Hilfen haben deutsche Finanzinstitute, deutsche Tochterunternehmen ausländischer Institute und systemrelevante, notleidende Unternehmen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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