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16.11.2009
- → Ausland
London: 150000 Kinder deportiert
London. Großbritannien will sich offiziell für die
zwangsweise Verschickung Zehntausender Kinder verarmter britischer
Familien nach Australien entschuldigen, die vom Anfang des 19.
Jahrhunderts bis 1967 praktiziert wurde. Viele der nach
Schätzungen 150000 Kinder erlitten Mißbrauch oder
Vernachlässigung. Das Büro von Premierminister Gordon
Brown teilte am Sonntag mit, Brown werde sich im kommenden Jahr
formell entschuldigen.
Nach einem australischen Bericht von 2001 wurden im 20. Jahrhundert noch zwischen 6000 und 30000 Kinder von Großbritannien und Malta nach Australien deportiert. Oft wurden sie alleinstehenden Müttern oder armen Familien weggenommen. In einer britischen Parlamentsuntersuchung von 1998 hieß es, zu den Motiven habe neben der »Entlastung des eigenen Sozialsystems« auch »Rassismus« gehört: Die »Ausfuhr von gutem weißen Bestand« in britische Kolonien sei ein wünschenswertes Politikziel gewesen.
(AP/jW)
Nach einem australischen Bericht von 2001 wurden im 20. Jahrhundert noch zwischen 6000 und 30000 Kinder von Großbritannien und Malta nach Australien deportiert. Oft wurden sie alleinstehenden Müttern oder armen Familien weggenommen. In einer britischen Parlamentsuntersuchung von 1998 hieß es, zu den Motiven habe neben der »Entlastung des eigenen Sozialsystems« auch »Rassismus« gehört: Die »Ausfuhr von gutem weißen Bestand« in britische Kolonien sei ein wünschenswertes Politikziel gewesen.
(AP/jW)
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