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05.11.2009
- → Natur & Wissenschaft
Rote Liste
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat am Dienstag eine aktualisierte
»Rote Liste« weltweit bedrohter Tiere und Pflanzen
vorgestellt. In der Liste ist nur ein Bruchteil der mehr als zehn
Millionen Arten erfaßt, die es auf dem Planeten gibt,
nämlich 47677. Von diesen sind 17291– mehr als ein
Drittel – vom Aussterben bedroht. Ursächlich sind
Klimawandel, Raubbau und Übernutzung einzelner Arten.
Besonders betroffen sind Amphibien. Von den 6285 erfaßten
Fröschen, Lurchen und Kröten wurden 1895 in die
höchsten Bedrohungskategorien eingestuft. 39 Arten gelten
bereits als ausgestorben, darunter die Goldkröte. Sie wird als
eines der ersten Opfer des Klimawandels gesehen. »Meist ist
es nicht ein einzelner Grund, der das Aussterben einer Art
besiegelt«, erklärte Volker Homes von der
Naturschutzorganisation WWF. Exemplarisch ist der Exodus der
lebendgebärenden Kihansi-Spray-Kröte. Die Tiere lebten in
den Kihansi-Wasserfällen in Tansania. Von ursprünglich
mindestens 17000 Exemplaren saßen nach dem Bau eines
Staudammes 90 Prozent auf dem Trockenen – die, die
überlebten, wurden von einer mysteriöse Pilzkrankheit
dahingerafft.
Der WWF geht davon aus, daß sich die Aussterberate durch menschliche Einflüsse mindestens um den Faktor 1000 vergrößert hat. Am besten dokumentiert ist der Niedergang bei den Säugetieren. Ein Fünftel der rund 5490 Arten ist gefährdet, darunter die Tiger. 3200 leben noch in freier Wildbahn. Allein in den vergangenen zehn Jahren verloren sie 40 Prozent ihres Verbreitungsgebietes. Ähnlich dramatisch ist die Lage der Eisbären. Gut 20000 Exemplare besiedeln noch die Arktis. Steigende Temperaturen lassen das Eis unter ihren Tatzen schmelzen. (ddp/jW)
Der WWF geht davon aus, daß sich die Aussterberate durch menschliche Einflüsse mindestens um den Faktor 1000 vergrößert hat. Am besten dokumentiert ist der Niedergang bei den Säugetieren. Ein Fünftel der rund 5490 Arten ist gefährdet, darunter die Tiger. 3200 leben noch in freier Wildbahn. Allein in den vergangenen zehn Jahren verloren sie 40 Prozent ihres Verbreitungsgebietes. Ähnlich dramatisch ist die Lage der Eisbären. Gut 20000 Exemplare besiedeln noch die Arktis. Steigende Temperaturen lassen das Eis unter ihren Tatzen schmelzen. (ddp/jW)
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