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Pakistan: Armee kommt nur langsam voran

Islamabad. In Südwasiristan an der Grenze zu Afghanistan hat die pakistanische Armee am Sonntag offenbar das Heimatdorf des gesuchten Taliban-Führers Hakimullah Mehsud eingenommen. Bei erbitterten Kämpfen um das Dorf wurden nach Militärangaben mindestens 15 Aufständische und ein pakistanischer Soldat getötet. Auch an anderen Orten rückten die Truppen am Sonntag weiter auf mutmaßliche Positionen der Aufständischen vor. So gab es schwere Gefechte in den schwer zugänglichen Regionen Shesham Wam und Baddar.

Pakistan hatte am 17. Oktober die Offensive begonnen und etwa 30000 Soldaten in den Kampf gegen schätzungsweise bis zu 12000 Taliban-Rebellen geschickt. Seitdem wurden nach pakistanischen Angaben mindestens 160 Aufständische und mehr als 20 Soldaten getötet. Die Zahlen sind wegen der abgeschotteten Einsatzgebiete von unabhängiger Seite kaum zu bestätigen. Die USA unterstützen die pakistanische Offensive. Bei einem US-Drohnenangriff in den Stammesregionen wurden am Samstag mindestens 14 Menschen getötet, als ein Haus im Dorf Damadola im Bezirk Bajaur getroffen wurde.
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Die Taliban haben ihre Anschläge als Reaktion auf die Offensive der Streitkräfte unterdessen fortgesetzt. Auf einer Straße zwischen Islamabad und Lahore sprengte sich am Sonntag ein Selbstmordattentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Wagen in die Luft und tötete dabei einen Polizisten. (AFP/AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.10.2009, Seite 2, Ausland

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