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Aus: Ausgabe vom 07.09.2009, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

WeltTrends

Die 60jährige Existenz der NATO läßt die Fragen offen – abschaffen oder reformieren? »Egal wie die Fragen beantwortet werden, die Zeit für die ›alte‹ NATO ist abgelaufen«, schreibt Raimund Krämer, Chefredakteur der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift für internationale Politik WeltTrends. Ernst Krabatsch und Gerry Woop untersuchen in ihren Thesen zur NATO den Wandel dieser Institution. Sie kommen zu dem Schluß, daß – spätestens mit dem Einschreiten gegen Jugoslawien – die NATO den Weg des Verteidigungsbündnisses verlassen und den Weg der eigenen Interessendurchsetzung mit Interventionsanspruch beschritten hat. Rolf Mützenich vertritt ebenso die Auffassung, daß die NATO »als klassisches Militärbündnis jedenfalls an Bedeutung verliert«. René Heilig analysiert den Markt für Rüstungsgüter aller Art und stellt fest, daß dieser »kleiner geworden ist« und sich die Mitgliedsstaaten des Bündnisses bei ihren Vertrags­agenden finanziell übernehmen. (fkh)

NATO in der Sinnkrise! In WeltTrends, Heft 68 (September/Oktober 2009), 144 Seiten, 8 Euro (Abo 40 Euro). Bezug: WeltTrends, E-Mail: bestellung@welttrends.de

Z.

In der Zeitschrift für marxistische Erneuerung analysiert Manfred Sohn linke Alternativen für den Finanzsektor. Notwendig sei die Stärkung der Sparkassen und Volksbanken auf Kosten streng kontrollierter Privatbanken, fordert der Linke-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag. Im Schwerpunkt widmet sich das Septemberheft der Vierteljahreszeitschrift Z. den »Geschichtsmyten nach 1989«. Georg Fülbert erklärt, warum es eine einheitliche Geschichtsschreibung der heutigen BRD weder gibt noch geben kann. »Die Darstellung der alten Bundesrepublik und der DDR unterschieden sich unter der neu-bundesrepublikanischen Hegemonie wie ›Geschichtsgala‹ und ›Abdeckerei‹.« Die Delegitimierung des Sozialismus sei der springende Punkt der herrschenden Geschichtsideologie. Gerhard Stuby blickt zurück auf 60 Jahre Grundgesetz. Die Bezeichnung »Unrechtsstaat« für die DDR charakterisiert er als einen sachlich substanzlosen politischen Kampfbegriff im Sinne der Totalitarismusideologie. Zur Delegitimierung der DDR gehört die Legende, der sozialistische Staat sei am Ende bankrott gewesen. Jörg Roesler verweist darauf, daß der wirkliche Bankrott durch die Währungsunion, den dadurch bedingten Niedergang von Industrie und Beschäftigung und Einbruch der Steuereinnahmen herbeigeführt wurde – zu einem Zeitpunkt, als die DDR wirtschaftlich bereits nicht mehr souverän war.

Z. Heft Nr. 79, September 2009, 224 Seiten, 10 Euro. (Jahresabo 33.50 Euro). Bezug: E-Mail: redaktion@zme-net.de

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