-
20.08.2009
- → Inland
Elternsprecher sieht Etikettenschwindel
Berlin. Der Berliner SPD-Linke-Senat will seine Schulreform
offenbar bereits 2010 umsetzen. Die bezirklichen
Bildungsstadträte von SPD und Grünen hätten sich
darauf verständigt, schon im Sommer 2010 Haupt-, Real- und
Gesamtschulen zusammenzuführen, berichtete der Tagesspiegel am
Mittwoch. Nach dem ursprünglichen Zeitplan lief die Frist bis
zum Schuljahr 2011/12. Hintergrund sei die Befürchtung
insbesondere der SPD, daß die Umsetzung der Reform ansonsten
mit der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2011 zusammenfallen und die
Opposition Anlaufprobleme ausschlachten könne. Aus Sicht von
Landeselternsprecher André Schindler sind die Schulen auf
die Umstellung jedoch nicht vorbereitet. Er befürchtet,
daß 2010 nur die »Etiketten« ausgewechselt
würden. Die »Angst vorm Wahljahr« sei keine
Rechtfertigung, durch einen »Frühstart die
Fehleranfälligkeit des Reformprozesses zu
erhöhen«.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland