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Leichtathletik-WM

Harte Arbeit

Berlin. Der 10 000-Meter-Läufer Kenenisa Bekele ist die 100 Meter nie unter elf Sekunden gelaufen, würde sich aber über 800 Meter jederzeit mit Usain Bold messen. »Ich stünde sofort bereit und bin siegesgewiß«, sagte der Äthiopier am Dienstag in Berlin, wo Bolt im Joggingtempo 200-Meter-Zwischenläufe absolvierte. Olivia »Babsi« Grange, Jamaikas Ministerin für Jugend, Erziehung und Sport, erklärte in der FAZ vom Dienstag, daß Bolt nicht aus Jamaika kommen kann: »Er muß ein Außerirdischer sein.« Grange verbringt die WM im jamaikanischen Fanblock. Am Montag abend bejubelte sie die schnellste Frau der Welt, Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser. Die kommt anders als Bolt in jedem Fall aus Jamaika – sie ist in einem Elendsviertel aufgewachsen: Kingston, Bezirk Waterhouse. »Unser Land hat in den letzten Jahren vieles einstecken müssen, erklärte Fraser nach der Jahresweltbestzeit von 10,73 Sekunden. »Ich habe hart dafür gearbeitet, da hinzukommen, wo ich heute bin.«

(sid/jW)

Option Schande

Berlin. Jelena Issinbajewa ist mit 4,75 Metern in den Stabhochsprung-Wettbewerb eingestiegen. Nach drei Fehlversuchen war alles vorbei. »Die schaffe ich im Training locker. Beim Warmmachen bin ich 4,70 gesprungen. Ich war bereit«, versicherte die Russin hinterher. Nach einem Fehlversuch hatte die 27jährige alles riskiert und 4,80 auflegen lassen. »Zweite oder Dritte zu werden ist für mich keine Option gewesen.« Außerdem sprach die bisher einzige Fünf-Meter-Springerin der Welt von »Schock« und »Schande«. Lange scheute sie den Weg zu ihrem Coach Witali Petrow, der das Drama ratlos von der Tribüne aus verfolgt hatte. Es gewann die Polin Anna Rogowska (4,75) vor Chelsea Johnson (USA) und Monika Pyrek (Polen), die beide mit 4,65 Silber gewannen.
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(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2009, Seite 16, Sport

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