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Kassen drohen mit Beitragsanhebungen

Leipzig. Mehrere Krankenkassen drohen mit Beitragsanhebungen für den Fall, daß die gesetzlichen Versicherungen die Kosten einer Schutzimpfung gegen die Schweinegrippe übernehmen müssen. Der Verband der Ersatzkassen (VDEK) forderte in der Leipziger Volkszeitung (Dienstagausgabe) Bund und Länder zur Übernahme der Kosten in Höhe von mindestens 600 Millionen Euro auf. Dies sei ein Betrag, »der nicht eben mal so aus der Portokasse zu begleichen ist«, sagte der Chef der AOK Plus, Rolf Steinbronn. Eine Summe dieser Größenordnung bringe die Kalkulation des Gesundheitsfonds »ins Rutschen«. Grundsätzlich sei der Umgang mit einer Pandemie Angelegenheit der öffentlichen Gesundheitsdienste, sagte eine VDEK-Sprecherin der Zeitung.

Die Bundesländer hatten am Freitag rund 50 Millionen Dosen Impfstoff bestellt, der allerdings erst im Herbst bereitstehen soll. Damit sollen zunächst 30 Prozent der Bevölkerung geschützt werden, Vorrang haben chronisch Kranke und Schwangere sowie Menschen, die im Gesundheitswesen oder bei Polizei und Feuerwehr arbeiten.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2009, Seite 4, Inland

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