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25.07.2009
- → Aktion
Kuba abschalten?
»Kuba – ein Land wird abgeschaltet. Kein Geld, kein
Strom, keine Hoffnung … Raúl Castro hat tief
enttäuscht...Sehnsucht nach Fidel … Kubas
Bürokratie-Koloss agiert seit Jahrzehnten stark auf sich
selbst bezogen, ist aber praktisch unfähig, die Produktion von
Gütern und Dienstleistungen zu sichern … So kann kein
Land überleben …«, schreibt Oscar Alba in der
Berliner Zeitung vom Freitag, den 17. Juli 2009. Wer noch mehr
über seine Sicht auf die kubanische »Hölle«
nachlesen will, kann das im Kuba-Dossier beim Online-Auftritt des
Tagesanzeigers (Schweiz) tun (www.tagesanzeiger.ch/ausland/dossier/adis-fidel/dossier.html).
Nehmen Sie sich dann aber auch mal Zeit und vergleichen Sie die
Inhalte mit einem der verschiedenen Kuba-Dossiers der jungen Welt.
Die kontinuierlich konsequente und solidarische Berichterstattung
zu Kuba ist nicht zufällig ein wichtiges Argument, weshalb
sich immer mehr Leserinnen und Leser der jungen Welt für ein
Abonnement dieser Zeitung entscheiden.
Natürlich gibt es in Kuba jede Menge Probleme, aber Strom gibt es auch. Die Versorgung ist deutlich besser als in den 90er Jahren. Daß der »Bürokratiekoloß« fähig ist, selbst unter den kompliziertesten Bedingungen die Produktion von Bildungs- und Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten, um ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten, ist hinlänglich bewiesen. Und wenn der Autor schreibt, Raúl Castro habe tief enttäuscht – dann ist auch klar, wer da enttäuscht ist: Der Autor selbst. Noch im Februar dieses Jahres schrieb der gleiche Mann im Tagesanzeiger: »Nie war die Zeit für einen Wandel in Kuba besser. Raúl Castro gibt sich vorsichtig offen. Bruder Fidel nicht. Ein Jammer.« Und wenn so einer von Wandel spricht, dann meint er auch: Wandel.
Einen Wandel konnte man gerade in Honduras beobachten. Und auch hierzulande findet man Medien, Institutionen und Kommentatoren, die diesen begrüßen und ihn sich auch für andere Länder des Subkontinents wünschen. Doch so weit gehen die meisten Medien nicht. Sie ignorieren den Putsch in Honduras lieber weitgehend – vor allem den Widerstand dagegen. Dafür berichtete die Berliner Zeitung am vergangenen Mittwoch von armen Regionalpolitikern in einem anderen Land der Region: »Venezuelas Staatschef Chávez reißt immer mehr Macht an sich.« Auch weil vielen diese Art von Berichterstattung nicht mehr ausreicht, findet die junge Welt mehr Leserinnen und Leser.
Diese Zeitung braucht aber dringend deren Abonnements, um auch weiterhin gegen den Medienstrom schwimmen zu können. Unsere Berichterstattung können wir nicht einfach aus den Ticker der bürgerlichen Agenturen ziehen. Der Aufwand, mit dem die junge Welt ihre Analysen und Hintergrundberichte erstellt, muß also deutlich höher sein – wegen der noch bescheidenen verkauften Auflage können wir uns eigentlich eine solche unabhängige Zeitung nicht leisten. Die Lösung kann nur heißen: Mehr Abos.
Da werden uns wieder alle zustimmen auf der Fiesta Cubana in Berlin-Lichtenberg an diesem Samstag, wo jW natürlich mit einem Stand präsent ist und kräftig die kubanische Revolution mitfeiert. Eigentlich müßten alle Anwesenden schon ein Abonnement und zumindest einen Genossenschaftsanteil haben. Dem ist leider nicht so – aber auf der Fiesta kann man das direkt ändern. Und falls Sie nicht in Berlin dabei sind: Nutzen Sie den Abocoupon und das Formular in der Genossenschaftsbroschüre.
Verlag, Redaktion, Genossenschaft
Fiesta de Solidaridad
Sonnabend, 25. Juli, Berlin 14–21.30 Uhr, Stadtpark Lichtenberg (Parkaue)
S- und U-Bhf Frankfurter Allee; Tram M13, 16, 21 bis Rathaus Lichtenberg
Natürlich gibt es in Kuba jede Menge Probleme, aber Strom gibt es auch. Die Versorgung ist deutlich besser als in den 90er Jahren. Daß der »Bürokratiekoloß« fähig ist, selbst unter den kompliziertesten Bedingungen die Produktion von Bildungs- und Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten, um ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten, ist hinlänglich bewiesen. Und wenn der Autor schreibt, Raúl Castro habe tief enttäuscht – dann ist auch klar, wer da enttäuscht ist: Der Autor selbst. Noch im Februar dieses Jahres schrieb der gleiche Mann im Tagesanzeiger: »Nie war die Zeit für einen Wandel in Kuba besser. Raúl Castro gibt sich vorsichtig offen. Bruder Fidel nicht. Ein Jammer.« Und wenn so einer von Wandel spricht, dann meint er auch: Wandel.
Einen Wandel konnte man gerade in Honduras beobachten. Und auch hierzulande findet man Medien, Institutionen und Kommentatoren, die diesen begrüßen und ihn sich auch für andere Länder des Subkontinents wünschen. Doch so weit gehen die meisten Medien nicht. Sie ignorieren den Putsch in Honduras lieber weitgehend – vor allem den Widerstand dagegen. Dafür berichtete die Berliner Zeitung am vergangenen Mittwoch von armen Regionalpolitikern in einem anderen Land der Region: »Venezuelas Staatschef Chávez reißt immer mehr Macht an sich.« Auch weil vielen diese Art von Berichterstattung nicht mehr ausreicht, findet die junge Welt mehr Leserinnen und Leser.
Diese Zeitung braucht aber dringend deren Abonnements, um auch weiterhin gegen den Medienstrom schwimmen zu können. Unsere Berichterstattung können wir nicht einfach aus den Ticker der bürgerlichen Agenturen ziehen. Der Aufwand, mit dem die junge Welt ihre Analysen und Hintergrundberichte erstellt, muß also deutlich höher sein – wegen der noch bescheidenen verkauften Auflage können wir uns eigentlich eine solche unabhängige Zeitung nicht leisten. Die Lösung kann nur heißen: Mehr Abos.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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