Zum Inhalt der Seite

Atomlager Asse hoch radioaktiv?

Köln/Remlingen. Im niedersächsischen Atommüllager Asse könnten nach Informationen des ARD-Magazins »Monitor« entgegen offiziellen Beteuerungen doch hoch radioaktive Abfälle vergraben worden sein. Aus einem Schreiben der Siemens AG aus dem Jahr 1966 ergebe sich, daß das damalige Bundesministerium für wissenschaftliche Forschung dem Unternehmen zugesichert habe, »einen Teil von ca. 25 Fässern mit hoch radioaktivem Abfall (Kernbrennstoff)« einlagern zu dürfen. Das niedersächsische Umweltministerium und der frühere Betreiber Helmholtz-Zentrum München hatten das bislang bestritten. Nach offiziellen Angaben lagern in dem Bergwerk rund 126000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll. In den vergangenen Monaten war bekanntgeworden, daß auch Chemieabfälle verklappt wurden.

(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 24.07.2009, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »unser amerika« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.