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Agroenergie treibt Lebensmittelpreise

München. Die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) warnt vor einem neuen Konflikt zwischen der Produktion von Lebensmitteln und der von Agroenergie. »Die Konkurrenz verschärft sich wieder deutlich«, sagte der beigeordnete FAO-Generaldirektor Alexander Müller der Süddeutschen Zeitung vom Montag. Getrieben von dem seit Jahresbeginn wieder stark gestiegenen Ölpreis würden wieder mehr landwirtschaftliche Flächen zum Anbau von Pflanzen genutzt, aus denen Agrotreibstoffe hergestellt werden, sagte Müller. Die Lebensmittel würden sich deshalb schon wieder verteuern. Der Preisanstieg falle um so deutlicher aus, weil die zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise gesunkenen Weltmarktpreise nicht bei den Ärmsten angekommen seien, sagte Müller der Zeitung. Im vergangenen Jahr hatte es unter anderem in Haiti, Kamerun und Ägypten Proteste und Unruhen wegen hoher Lebensmittelpreise gegeben.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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