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VZBV fordert ­Verkaufsverbote

Berlin. Angesichts massiver Fehler bei der Anlageberatung fordert der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) ein gesetzliches Verbot für den Verkauf bestimmter riskanter Wertpapiere an Privatkunden. »Wir fordern, daß Zertifikate nicht mehr an normale Privatanleger vertrieben werden dürfen«, sagte VZBV-Finanzexperte Lars Gatschke der Berliner Zeitung (Montagausgabe). Erkenntnissen des VZBV zufolge drängten die Banken ahnungslose Sparer stärker denn je zum Kauf von Zertifikaten. Besonders häufig würden sogenannte Garantiezertifikate angeboten, die aber keinesfalls vor Verlusten schützten. Dem Derivateverband DDV zufolge wurden im Mai in Deutschland 2,44 Milliarden Euro in Zertifikaten umgesetzt. Das sei ein Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum April.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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