Zum Inhalt der Seite

EU-Gipfel soll Reformvertrag retten

Brüssel. Ein Jahr nach dem Nein der Iren zum Lissabon-Vertrag soll auf dem EU-Gipfel am heutigen Donnerstag ausgelotet werden, wie dieser doch noch gerettet werden kann. Die irische Regierung will eine zweite Volksabstimmung dafür ansetzen, stellt aber eine Reihe von Bedingungen. Der EU-Gipfel soll eine Erklärung verabschieden, die auf Bedenken der irischen Bevölkerung gegen den Reformvertrag von Lissabon eingeht. Der von der irischen Regierung in Brüssel verbreitete Textentwurf enthält vor allem drei Klarstellungen: Das Abtreibungsverbot in Irland muß wegen des Lissabon-Vertrags nicht aufgehoben werden. Die eingeschränkten Kompetenzen der EU in Steuerfragen sollen durch den Vertrag nicht ausgeweitet werden. Irland kann nicht zur Beteiligung an EU-Militäreinsätzen gezwungen werden. (AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 18.06.2009, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!