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Bahn will nicht gespitzelt haben

Berlin. Die Deutsche Bahn hat neuerliche Berichte über Einzelheiten der Datenaffäre kritisiert und teilweise zurückgewiesen. Es habe »nie eine Überwachung oder Ausspähungen von Journalisten oder Politikern und auch nicht von deren Mitarbeitern gegeben«, teilte der Konzern am Sonntag in Berlin mit. Nur in konkreten Verdachtsfällen auf Straftaten, darunter die illegale Weitergabe von Unternehmensinformationen, sei gezielt gegen Mitarbeiter ermittelt und dabei auch der Inhalt von Festplatten gespeichert worden. Der Tagesspiegel am Sonntag berichtet dagegen, daß es Hinweise gebe, dass die Bahn auch den E-Mail-Verkehr eines Referenten des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion im Bundestag, Uwe Beckmeyer, jahrelang überwacht hat.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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