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AU schließt Madagaskar aus
Adis Abeba/Brüssel/Antananarivo. Nach dem Machtwechsel in
Madagaskar hat die Afrikanische Union (AU) die Mitgliedschaft des
Landes ausgesetzt. Die Ernennung des Präsidenten durch die
Streitkräfte sei als Putsch zu werten, erklärte die AU am
Freitag in Adis Abeba. Der AU-Sicherheitsrat gebe Madagaskar sechs
Monate Zeit, Wahlen abzuhalten, sagte der Vorsitzende des Gremiums,
Bruno Nongoma Zidouemba. Andernfalls werde über die
Verhängung von Sanktionen beraten.
Auch die Europäische Union betrachtet den Machtwechsel im Inselstaat vor der Südostküste Afrikas als Putsch. »Wir werden uns vorsichtig verhalten und abwarten, wie sich die Lage entwickelt«, sagte der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg am Mittwochabend für die amtierende EU-Ratspräsidentschaft am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. »Es hat einen Staatsstreich gegeben, das war keine demokratische Wahl«. Der madagassische Oppositionsführer Andry Rajoelina hatte am Dienstag in Antananarivo die Macht übernommen und am Donnerstag beide Kammern des Parlaments für aufgelöst erklärt. (AP/AFP/jW)
Auch die Europäische Union betrachtet den Machtwechsel im Inselstaat vor der Südostküste Afrikas als Putsch. »Wir werden uns vorsichtig verhalten und abwarten, wie sich die Lage entwickelt«, sagte der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg am Mittwochabend für die amtierende EU-Ratspräsidentschaft am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. »Es hat einen Staatsstreich gegeben, das war keine demokratische Wahl«. Der madagassische Oppositionsführer Andry Rajoelina hatte am Dienstag in Antananarivo die Macht übernommen und am Donnerstag beide Kammern des Parlaments für aufgelöst erklärt. (AP/AFP/jW)
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