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21.02.2009
- → Inland
Schaeffler à la Hartz-IV behandeln
München. Staatshilfen für die aus eigenem Verschulden in
die Schieflage geratene Schaeffler-Gruppe aus Herzogenaurach
in Mittelfranken sind innerhalb der IG Metall höchst
umstritten. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten
Umfrage unter den Lesern der »Schaeffler Nachrichten«,
eines Onlineportals der IG Metall Bayern, hervor. Von den 1238
Befragten waren 20,9 Prozent »ohne Einschränkung«
der Meinung, »erfolgreiche Familienunternehmen verdienen
Staatshilfe«. 52,2 Prozent der Befragten vertraten die
Ansicht, der Staat dürfe nur unter Auflagen für das
Unternehmen (»Transparenz, mitbestimmter Aufsichtsrat,
Tarifbindung und Beschäftigungsgarantien«) helfen. 15,9
Prozent meinen, zunächst müsse »analog zur
Hartz-IV-Regel« das Privatvermögen verbraucht werden.
Weitere elf Prozent lehnen öffentliche Hilfsprogramme rundweg
ab. Es sei nicht Aufgabe des Staates, »Unternehmen und
Eigentümer aus einer Schieflage zu retten«.
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