-
20.02.2009
- → Feminismus
Gewalt in Jordanien Frauenschicksal
Bonn. Einer aktuellen Studie zufolge sind 97 Prozent der Frauen in
Jordanien Opfer familiärer Gewalt. Dies berichtete das in Bonn
ansässige Institut für Islamfragen am Wochenende unter
Berufung auf jordanische Zeitungen. Für die von dem
jordanischen Sozialwissenschaftler Dr. Siab al-Badaine geleitete
Studie wurden 2008 1854 Frauen aus allen Regionen Jordaniens
befragt. 54,6 Prozent bezeichneten sich als Opfer starker
Gewaltausübung. 41 Prozent der Frauen waren der Meinung,
daß ein Ehemann berechtigt sei, Gewalt gegen seine Frau
auszuüben. Die Generalsekretärin des Nationalen Komitees
für Frauenangelegenheiten, Dr. Asma Khidr, sagte zu der
Studie, die Frauen würden auch aus Angst vor einer Scheidung
Gewalttaten des Ehemannes nicht öffentlich machen. Nach
islamischem Eherecht hat die Frau dann kein Recht auf Umgang mit
ihren Kindern mehr.
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feminismus