Zum Inhalt der Seite

Karl Gass gedenken

Das Filmmuseum Potsdam gedenkt am Samstag des Dokumentaristen Karl Gass, dessen Nachlaß es verwaltet. Gass ist am 29. Januar kurz vor seinem 92. Geburtstag gestorben (siehe jW vom 31.1.). Nach britischer Kriegsgefangenschaft arbeitete er beim Hörfunk in Köln, ging 1948 in den Osten, wo er ab 1951 beim DEFA-Dokumentarfilm tätig war. An der Entstehung von 121 Filmen war er beteiligt (als Autor, Szenarist, Kommentator, Regisseur, Mentor, Initiator). Filme von Winfried Junge, Jürgen Böttcher, Volker Koepp, Gitta Nickel verweisen auf ihn als Mentor. Seine Beobachtung des Arbeiterlebens auf der Großbaustelle Schwedt »Feierabend«, wurde 1964 vom Britischen Filminstitut als »Weltbester Dokumentarfilm« geehrt. Sein Film »Das Jahr 1945« zog zwei Millionen Zuschauer in die Kinos. In Potsdam werden am Samstag Freunde und Kollegen wie Winfried Junge, Irmgard von zur Mühlen, Horst Pehnert erwartet. Der Film »Zwei Tage im August« wird vorgeführt. Beginn ist 11 Uhr in der Breiten Straße 1a.

(jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2009, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!