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Wortwahl

Für die Wahl zum »Unwort des Jahres 2008« sind bislang mehr als 1800 Vorschläge eingegangen. Noch bis zum 9. Januar können Vorschläge eingereicht werden, wie die Jury am Montag in Frankfurt am Main mitteilte. Der »sprachliche Mißgriff in der öffentlichen Kommunikation« wird am 20.Januar bekanntgegeben. Ein »heißer Favorit« sei der Begriff »notleidende Banken«, sagte Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser. Die bereits zum »Wort des Jahres« gekürte »Finanzkrise« habe dagegen trotz zahlreicher Einsendungen kaum eine Chance. Hier eine kleine Auswahl der letzten »Unwörter«: 2007 war es »Herdprämie«, 2006 »freiwillige Ausreise«, 2005 »Entlassungsproduktivität«, 2004 »Humankapital«.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2008, Seite 13, Feuilleton

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