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Geschichte: Transnet

Die Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands wurde am 25. März 1948 als Mitgliedsorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegründet. Im Jahr 2000 erfolgte die Umbennung in Transnet (Transport, Service, Netz). Anders als die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) unterstützte Transnet 1994 die rechtliche Privatisierung der aus der Fusion von Bundesbahn und Reichsbahn hervorgegangenen Deutsche Bahn AG. Ihr seit 1999 amtierender Vorsitzender Norbert Hansen galt als enger Vertrauter des Managements und setzte sich auch aktiv zugunsten der Pläne des Konzerns für eine Kapitalprivatisierung ein. In der Basis war diese Position nicht unumstritten, was sicherlich einer der Gründe für die massiven Mitgliederverluste in den vergangenen Jahren ist. Dazu kam der Streit mit der GDL um die Tarifhoheit für die Lokführer, bei dem Transnet nach erbitterten Kämpfen trotz Unterstützung durch die Konzernspitze Anfang dieses Jahres schließlich den kürzeren zog. Der plötzliche Wechsel von Hansen in den Vorstand der Bahn AG im Mai 2008 und die Unterstützung eines Nachfolgers Lothar Krauß für Sonderboni für Spitzenmanager im Falle eines Börsengangs löste eine kleine Palastrevolte aus. Mit dem 18. Gewerkschaftstag, der am Donnerstag in Berlin beendet wurde, sollte ein »Neuanfang« gemacht werden. Dazu gehörte die Wahl Alexander Kirchners zum Vorsitzenden sowie eine Abkehr vom bedingungslosen Pro-Börsen-Kurs.

(balc)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.11.2008, Seite 3, Schwerpunkt

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