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Transnet wechselt Positionen

Berlin. Die Verkehrsgewerkschaft Transnet hat ihre Zustimmung zur Bahnprivatisierung zu weiten Teilen wieder zurückgenommen. Der Kandidat für den Chefposten der rund 250000 Mitglieder starken Organisation, Alexander Kirchner, forderte am Sonntag abend zu Beginn des fünftägigen Gewerkschaftstages in Berlin hohe zusätzliche Mittel für die Schiene und wandte sich entschieden gegen eine »Zerschlagung« des Konzerns.

Der amtierende Gewerkschaftschef Lothar Krauß hatte am vergangenen Mittwoch auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet, nachdem sich gezeigt hatte, daß er nicht das Vertrauen der Basis erhalten würde. Krauß war erst im Mai Vorsitzender der Organisation geworden, nachdem sein Vorgänger Norbert Hansen in den Bahn-Vorstand gewechselt war. Krauß hatte im Bahn-Aufsichtsrat die Bonuszahlungen für den Vorstand befürwortet, wegen denen auch Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) unter Druck geraten war.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.11.2008, Seite 1, Inland

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