-
24.11.2008
- → Inland
Erinnerungslücken bei Stanislaw Tillich
Dresden. Wegen seiner Vergangenheit als Mitglied der DDR-Blockpartei CDU sieht sich Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich Kritik ausgesetzt. Spiegel und Welt berichteten am Wochenende, Tillich habe Anfang 1989 ein dreimonatiges Seminar an der als DDR-Kaderschmiede geltenden Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft in Potsdam besucht. Regierungssprecher Peter Zimmermann sagte nun, Tillich könne sich nicht mehr erinnern, ob er daran teilgenommen habe. Die Welt wirft der Staatskanzlei zudem vor, die offizielle Biographie Tillichs manipuliert zu haben. Danach sein Tillich von 1987 bis 1989 »Angestellter in der Kreisverwaltung Kamenz« gewesen. Laut Welt wurde er jedoch im Mai 1989 stellvertretender Vorsitzender des Rates des Kreises.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland