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BVG sitzt auf Schrottpapieren

Berlin. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) rechnen mit Millionenverlusten aufgrund mißglückter Cross-Border-Leasing-Geschäfte. Das Unternehmen habe deshalb eine Risikovorsorge von 157 Millionen Euro in seine Bilanz eingestellt. Das berichten die Berliner Morgenpost und der Tagesspiegel (Donnerstagausgaben) übereinstimmend. Von 1997 bis 2002 hatte die BVG 427 U-Bahn- und 511 Straßenbahnwagen an US-Investoren verkauft und sofort wieder zurückgemietet. Zur Absicherung des Leasing-Geschäfts erwarb das Unternehmen 2007 ein Wertpapierpaket, von dem man nun befürchtet, daß es sich als »Schrottpapier« erweisen könnte. Die Lage sei »hochgradig ärgerlich«, zitiert die Morgenpost den Aufsichtsratsvorsitzenden der BVG, Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD). Man erwäge, gegen die beratende Bank JP Morgan Schadenersatzklagen zu erheben, sollte es zu realen Ausfällen kommen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2008, Seite 5, Inland

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