Zum Inhalt der Seite

Schlichte Wahrheit

Der evangelische Pfarrer Martin Weskott ist am Freitag für seine Verdienste um den Erhalt von Büchern mit der undotierten Karl-Preusker-Medaille der Deutschen Literaturkonferenz geehrt worden. Weskott habe »der schlichten Wahrheit, daß Bücher nicht auf den Müll gehören, eine moralische Geltung verschafft«, erklärte die Konferenz zur Begründung. Nach dem Mauerfall schaffte Weskott mehrere hunderttausend Bände aus DDR-Verlagen, die auf den Müll geworfen worden waren, in seine niedersächsische Heimatgemeinde Katlenburg. Seit einiger Zeit schicken ihm Verlage und Bibliotheken nicht verkäufliche Bücher. Autoren und Verleger verloren geglaubter Bücher kommen seit Jahren zu Lesungen und Vorträgen ins Katlenburger Gemeindehaus. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2008, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!