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Hartz-IV-Bezieher sollen sparsam sein

München. Rund 100 000 Bezieher von »Hartz IV«-Leistungen mit Krankheiten wie Diabetes müssen offenbar mit der Streichung von Zuschlägen für erhöhte Ernährungskosten rechnen. Dies empfiehlt die Dachorganisation der Wohlfahrtsverbände, der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge, wie der Focus am Wochenende vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtete. Bei Diabetes, erhöhten Blutfettwerten und anderen Volkskrankheiten sei »nach dem heutigen Stand der Wissenschaft keine Diät erforderlich« und eine gesunde Ernährung ausreichend, begründete Geschäftsführer Michael Löher. Diese sei mit Hartz IV zu finanzieren, »wenn äußerst sparsam gewirtschaftet« werde. Bei Niereninsuffizienz und Gluten-Unverträglichkeit sowie »im Einzelfall« bei AIDS, Krebs und Multipler Sklerose hält der Verband dem Bericht zufolge Zuschläge weiterhin für gerechtfertigt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2008, Seite 5, Inland

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