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05.09.2008
- → Feminismus
Frauengerichte in Indien
Köln. In der Alten Feuerwache zu Köln (Melchiorstr. 3, Tel. 0221/973155-0) hat am heutigen Freitag um 20 Uhr der Film »Shortcut to Justice« Premiere. Die Dokumentation von Daniel Burkholz (Regie/Kamera) und Sybille Fezer (Regie/Interviews) entstand im vergangenen Jahr im nordwestindischen Bundesstaat Gujarat. Sie hat die rechtliche Situation der Inderinnen zum Thema: Zwangsverheiratungen, Gewalt in der Ehe, jährlich über 7000 Morde an Ehefrauen – und eine machtlose Justiz, denn das Rechtssystem ist hoffnungslos überlastet. Bei ihren Recherchen trafen die Filmemacher in Kalyan Nagar, einem Armenviertel am Rande der Millionenstadt Vadodara, auf eine Gruppe von Frauen, die gemeinsam neue Wege gegen Ungerechtigkeit und Gewalt beschreiten. Die »Frauen für Gerechtigkeit« haben eigene Gerichte gegründet und sprechen in ihrem Stadtteil selbst Recht. Zu Filmgespräch und anschließender Podiumsdiskussion wird auch die indische Frauenrechtlerin Nimisha Desai anwesend sein.
Nimisha Desai, die im Dezember 2007 mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar geehrt worden war, wird in der kommenden Woche auch an der internationalen Konferenz »Recht und Gerechtigkeit« in Bad Honnef teilnehmen. Im Rahmen der von der Frauenhilfsorganisation Medica mondiale und dem Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte der UNO vom 7. bis 11. September ausgerichteten Fachtagung wird der Film ebenfalls gezeigt werden.(jW)
Nimisha Desai, die im Dezember 2007 mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar geehrt worden war, wird in der kommenden Woche auch an der internationalen Konferenz »Recht und Gerechtigkeit« in Bad Honnef teilnehmen. Im Rahmen der von der Frauenhilfsorganisation Medica mondiale und dem Amt des Hohen Kommissars für Menschenrechte der UNO vom 7. bis 11. September ausgerichteten Fachtagung wird der Film ebenfalls gezeigt werden.(jW)
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