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China: Anschlagsserie in Provinz Xinjiang

Kuqa. Mutmaßliche Separatisten haben am Sonntag in der westchinesischen Provinz Xinjiang eine Serie von Bombenanschlägen verübt. Im Bezirk Kuqa seien mehrere Behördengebäude angegriffen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Polizei. Mindestens sieben Attentäter sowie ein Wachmann seien ums Leben gekommen. Insgesamt gab es laut Xinhua etwa ein Dutzend Anschläge. Der Vizepräsident des olympischen Organisationskomitees, Wang Wei, nannte die Anschläge das Werk von »Ostturkistan-Terroristen«. In der Provinz Xinjiang lebt das Turkvolk der Uiguren. Diese sind überwiegend muslimisch. Eine islamische Aufstandsbewegung tritt für mehr Selbstbestimmung ein. Die chinesischen Behörden verdächtigen radikale Uiguren, Anschläge während der Olympischen Spiele geplant zu haben. Die Sicherheitsmaßnahmen in Xinjiang wurden daher bereits massiv verschärft. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2008, Seite 1, Ausland

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