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Doping

Showjournalismus

Peking. Ein Fernsehreporter der ARD hat es am Montag abgelehnt, den chinesischen Behörden bei Ermittlungen zur Identität eines mit Stammzellendoping in Verbindung gebrachten Arztes zu helfen. In einer in der vergangenen Woche ausgestrahlten ARD-Dokumentation war ein als chinesischer Arzt bezeichneter Mann zu sehen, der einem Reporter, der sich als amerikanischer Schwimmtrainer ausgab, eine Stammzellentherapie anbot. Die Szene war mit verdeckter Kamera aufgenommen, das Gesicht des Mannes war unkenntlich gemacht und das Krankenhaus, in dem er arbeiten soll, wurde nicht genannt. Bei einer Pressekonferenz in Peking wurde ARD-Korrespondent Jochen Graebert von Behördenseite um nähere Informationen zu dem Fall gebeten. Graebert lehnte dies ab: »Wir sind keine Staatsanwälte, wir sind Journalisten«, sagte er. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bezweifelte nicht, daß der Vorfall stattgefunden habe, meinte aber, der chinesische Arzt habe seinen Kunden vermutlich an der Nase herumgeführt, denn nach Ansicht von Experten funktioniere eine solche Technik weder in China noch im Ausland. (AP/jW)

Epo-Radler

Kopenhagen. Der dänische Mountainbike-Meister Peter Riis Andersen ist positiv auf Epo getestet worden. Das gab das Nationale Olympische Komitee Dänemarks am Montag bekannt und schloß den 28 Jahre alten Medizinstudenten aus seinem Team für die Olympischen Spiele aus. Andersen zählte zum erweiterten Favoritenkreis für den Cross-Country-Wettbewerb in Peking. Er war am 25. Juni im Rahmen einer Trainingskontrolle positiv getestet worden. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2008, Seite 16, Sport

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