-
02.07.2008
- → Feuilleton
De-facto-Streik
Hollywood macht schlapp. Wegen der fortdauernden Tarifverhandlungen zwischen Schauspielern und Filmstudios ist dort fast die gesamte Film- und Fernsehproduktion zum Erliegen gekommen. Die Filmindustrie befinde sich »de facto im Streik«, erklärte die Vereinigung der Film- und Fernsehproduzenten (AMPTP) am Montag (Ortszeit) in Los Angeles. Die AMPTP habe der Schauspielergewerkschaft SAG nach 42 Verhandlungstagen ein letztes Angebot für einen neuen Vertrag vorgelegt, der insgesamt 250 Millionen Dollar mehr Geld für die SAG-Mitglieder beinhalte und den Schauspielern »bedeutende wirtschaftliche Gewinne« und »bahnbrechende neue Medienrechte« biete. Die SAG erklärte, sie werde dieses »Last-Minute-Angebot« vor einem Treffen am Mittwoch prüfen und sei entschlossen, »sobald wie möglich einen fairen Tarifabschluß für Schauspieler« auszuhandeln. Allem Anschein nach fehlten in dem Angebot der Produzenten einige wichtige Punkte: Die SAG verlangt mehr Geld für Schauspieler der mittleren Gehaltsgruppe sowie eine höhere Gewinnbeteiligung aus dem Verkauf von DVDs und neuen Medien.
Die Situation wird dadurch kompliziert, daß sich die Schauspieler nicht einig sind: Anders als die SAG mit ihren 120000 Mitgliedern hat die Konkurrenzgewerkschaft AFTRA (70000 Mitglieder) dem vorletzten Angebot der Produzenten bereits zugestimmt. Deshalb rief Hollywood-Star George Clooney zur Einheit der Schauspielergewerkschaften auf, damit die Macht der Produzenten nicht gestärkt werde. (AFP/jW)
Die Situation wird dadurch kompliziert, daß sich die Schauspieler nicht einig sind: Anders als die SAG mit ihren 120000 Mitgliedern hat die Konkurrenzgewerkschaft AFTRA (70000 Mitglieder) dem vorletzten Angebot der Produzenten bereits zugestimmt. Deshalb rief Hollywood-Star George Clooney zur Einheit der Schauspielergewerkschaften auf, damit die Macht der Produzenten nicht gestärkt werde. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton