75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Gegründet 1947 Freitag, 2. Dezember 2022, Nr. 281
Die junge Welt wird von 2690 GenossInnen herausgegeben
75 Ausgaben junge Welt für 75 € 75 Ausgaben junge Welt für 75 €
75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Aus: Ausgabe vom 21.06.2008, Seite 15 / Geschichte

Anno ... 26. Woche

Geschichte im Rückblick
1848, 23.–25. Juni: Juniinsurrektion der Pariser Arbeiterschaft, die »erste Revolution des Proletariats gegen die Bourgeoisie« (MEW 5, 116). Provoziert von konterrevolutionären Maßnahmen der bürgerlichen Regierung, wie zahlreiche Ausweisungen von Arbeitern aus Paris, von Gesetzen gegen das Versammlungs- und Demonstrationsrecht und schließlich am 22. Juni insbesondere durch die Schließung der Nationalwerkstätten (wegen »Unrentabilität«), erheben sich etwa 40000 Arbeiter unter roten Fahnen. Sie werden teilweise von Mitgliedern revolutionärer Klubs geleitet und verteidigen sich drei Tage lang auf über 500 Barrikaden gegen 150000 gut bewaffnete Soldaten. Nach viertägigem Barrikadenkampf setzt Kriegsminister Cavaignac eine Repressionswelle in Gang und läßt die »rote Gefahr« zusammenschießen. Die Pariser Vorgänge ermuntern die Konterrevolution auch in Deutschland zu schärferem Vorgehen.

1913, 29. Juni–10. August: Zweiter Balkankrieg. Der im ersten Balkankrieg agierende »Balkanbund« zerfällt durch Gebietsstreitigkeiten um Makedonien (mit der Einwirkung der Großmächte im Hintergrund). Serbien kämpft im Bündnis mit Rumänien, Griechenland und der Türkei gegen Bulgarien, das im »Frieden von Bukarest« (10. August) zum Verzicht auf den größten Teil seiner Gebietsansprüche in Makedonien gezwungen wird. Die bisher osmanisch-türkische Provinz Makedonien wird aufgeteilt, der Hauptteil kommt zu Serbien, das südliche Makedonien zu Griechenland und ein kleiner Teil (Pirin-Makedonien) zu Bulgarien.

1933, 27. Juni–6. Juli: Die Führungen der bürgerlichen Parteien (Staatspartei, DVP, BVP, Zentrum u. a.) erklären die Selbstauflösung ihrer Parteien und bekennen sich zur Hitlerherrschaft.


1948, 28. Juni: Beschluß des »Informationsbüros der Kommunistischen und Arbeiterparteien« über die »Lage in der KP Jugoslawiens« auf einer Tagung in Rumänien, in dem die »nationalistische Abweichung« der KPJ unter Führung Titos scharf kritisiert und mit beleidigenden Beschuldigungen verbunden wird. Die Partei- und Staatsbeziehungen der beteiligten Parteien zur KPJ werden durch den entstandenen Konflikt stark belastet und schließlich ganz abgebrochen. In zahlreichen kommunistischen Parteien, vor allem Europas, kommt es zu Auseinandersetzungen um den »Titoismus«.

1993, 27. Juni: Bei einer Festnahmeaktion der GSG-9 gegen Mitglieder der RAF in Bad Kleinen werden das RAF-Mitglied Wolfgang Grams und ein Beamter erschossen. Wegen der dabei begangenen »Fehler« tritt der CDU-Innenminister Wolfgang Seiters am 4.7. zurück, sein Nachfolger wird Manfred Kanther.

Mehr aus: Geschichte

Rosa-Luxemburg-Konferenz: Programm einsehen oder Tickets bestellen unter jungewelt.de/rlk