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Thüringen: Flüchtlinge protestieren

Gehlberg. Nach den Auseinandersetzungen um die Asylbewerberunterkunft Katzhütte in Thüringen fordern nun auch Insassen des Flüchtlingslagers Gehlberg im Ilmkreis die Schließung ihrer Gemeinschaftsunterkunft. »Wir sind vom Rest der Welt abgeschnitten«, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. »Hier existiert keine Möglichkeit der Beratung für unsere Asylverfahren«, die medizinische Versorgung sei mangelhaft. Die Initiatoren fordern eine »dezentrale Unterbringung«, »keine Zäune, keine Überwachungskameras«, »freie Besuche für alle unsere Freunde«, »Arbeitsrecht« und einen Abschiebestopp. »Alles was wir fordern, sind gleiche Rechte und Gleichheit vor dem Gesetz, ein Ideal der bürgerlichen Revolution«, heißt es weiter. Gegen eine mögliche »Umverteilung in andere Lager« kündige man »schon heute Widerstand an«.

(jW)

Demonstration zum Landrats­amt in Arnstadt am 14. Juni. Beginn 16 Uhr am Bahnhof
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2008, Seite 5, Inland

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