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Aus: Ausgabe vom 24.05.2008, Seite 6 / Ausland

Sektenkinder ohne Schutz

Washington. Im Streit um die Obhut für 463 Kinder der Fundamentalistischen Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (FLDS) haben die Behörden des US-Bundesstaates Texas eine juristische Niederlage erlitten. Das Berufungsgericht in Austin entschied am Donnerstag (Ortszeit), daß die Kinder sich in der Betreuung der Sekte nicht in »unmittelbarer Gefahr« befanden und deshalb nicht in Pflegeheime überstellt werden durften. Dies war am 3. April mit der Begründung erfolgt, die Kinder seien der Gefahr sexuellen und sonstigen Mißbrauchs ausgeliefert. Nun läuft eine zehntägige Widerspruchsfrist, in der über das weitere Schicksal der 250 Mädchen und 213 Jungen entschieden werden muß.

Die Sozialbehörden von Texas sehen die Gefahr, daß die Fundamentalist Church of Jesus Christ of Latter Day Saints (FLDS) ihre Kinder auf polygame Praktiken einschwört. Schwangerschaften bei minderjährigen Mädchen seien nicht »automatisch« eine ausreichende Begründung, um diese der Obhut ihrer Eltern zu entziehen, urteilten die Richter in Austin. Die Ranch in Texas, auf der die FLDS-Anhänger leben, wurde 2003 von dem selbsternannten Propheten Warren Jeffs erworben, der 2006 in Las Vegas verhaftet und im vergangenen Jahr wegen Beihilfe zur Vergewaltigung zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.(AFP/jW)

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